Konzert der GegensätzeBands "Snake" und "Woman Market" boten Gegensätzliches Coolen Rock in bester Blues-Brothers-Manier bot die Band "Woman Market" um den Sänger Fritz Presle. Foto: Mark Behrens Von Mark Behrens Minden (mbe) Zwei völlig unterschiedliche Richtungen der Rockmusik hatte das Konzert am Freitagabend am Amphitheater zu bieten. Mit sehr hartem Rock der Mindener Gruppe Snake begann es, bevor "Woman Market" ruhigere Töne erklingen ließ. War am Freitag zumindest noch tagsüber zu befürchten gewesen, dass die Veranstaltung buchstäblich ins Wasser fallen würde, blieb der Regen abends zum Glück aus. Dennoch war es für "Snake" nicht ganz einfach, dem Publikum bei dem für die Jahreszeit vergleichsweise kühlen Wetter ordentlich "einzuheizen". Doch taten Sänger Stefan Kaiser, Hendrik Sensmeyer am Schlagzeug, Peter Koch am Bass und Peter Kocher an der Gitarre ihr Bestes. Besonders die Stimme des Sängers erreichte mitunter ein so brutales Volumen, eine solche Aggressivität, dass sie eher an Metal erinnerte als an soliden Rock. Leider passte dies nicht immer auch zu der Musik, die Snake hören ließ, so wirkte zum Beispiel ihre Version des Hardrockklassikers "Highwaystar" von Deep Purple dadurch fast ein wenig zu "trashig". Trotzdem bot die Gruppe insgesamt kein schlechtes Konzert. Besonders Peter Koch entlockte seinem Bass die für diese Musik passenden, "schnurrigen" Tiefen. Ganz anders trat danach die siebenköpfige Gruppe "Woman Market" um ihren Sänger Fritz Presle auf. Der, in schwarzem Anzug und Sonnenbrille, führte ganz nach bester Blues- Brothers-Manier dermaßen unterkühlt durch den Abend, dass man fast schon überrascht war, wenn Presle andererseits auch mit der schrägen Stimmlage des Rockpoeten Bob Dylan kein Problem zu haben schien. Dazu passend hieß eins der eigenen Stücke denn auch "kalter Truthahn". Ein Mix aus unterkühlten Humor, Rockmusik, Blues bis hin zu Boogie war es, den "Woman Market" zu bieten hatte. Außerdem interpretierte die Band Lieder von Van Morrison bis Creedence Clearwater Revival oder ließ Evergreens wie "On the Road again" hören. Als Zugabe gab es dann noch das an Eric Burdon erinnernde Lied "G-l-o-r-i-a". Für den, der solches mag, war es daher schon ein wenig schade, dass die Gruppe nach zwölf Uhr das Konzert beenden musste, auch wenn die Temperaturen immer mehr in den Keller sanken. Alles in allem also eine wahrhaft "coole" Veranstaltung. copyright by mt-online.de Zurück |